In unserer 14. Podcast Folge berichten wir über unsere Zeit in der Antarktis. Von Ushuaia ging es zwei Tage durch die Drake Passage zur Antarktischen Halbinsel, wo wir vier Tage verbracht haben. In dieser Zeit haben wir das Schiff acht mal verlassen und hatten dabei insgesamt sechs Landgänge.

Route

Reichen wir nach.

Die Reise

Bevor wir die Drake Passage überqueren, muss man durch den Beagle Kanal. Da er ziemlich eng ist, kam ein Lotse an Board, wir haben den Ausblick in der Abendsonne nach dem Abendessen genossen:



In der Drake Passage sieht man kein Land und dennoch einige Vögel, wie diesen Giant Petrol (erstes Bild) und diesen Albatros (zweites Bild):





Die Giant Petrols haben wir später noch häufiger und näher gesehen:



Nach zwei Tagen ist erstmals Land in Sicht, Deception Island. Diese Insel hatte während des Walfangs große Bedeutung:



Die Insel ist fast ein Kreis, in dessen Mitte „Walers Bay" (dt. etwa „Walfangbucht") liegt:



Kurz darauf haben wir den ersten Eisberg gesehen:



Zodiac Cruises

Die Schlauchboote mussten jedes mal vom Schiff gelassen werden, wie man hier gut sieht:



Seitlich hat man das Boot über eine Brücke verlassen, die hier halb hochgezogen ist, während alle Zodiacs draußen sind:



Auf dem folgenden Bild sieht man, dass man mit den Zodiacs ziemlich flink durchs Wasser fahren kann.



Hier ein paar Bilder, die einem die Dimensionen verdeutlichen — als Mensch ist man hier ganz klein. Wenn man bedenkt, dass 80 — 90 % des Eisbergs unter der Oberfläche sind, wird einem die Dimension dieser „Skulpturen" erst annähernd bewusst:





Atemberaubende, schneebedeckte, mächtige Felsformationen an denen wir vorbei gefahren sind:



Landgänge

Landgänge sahen dann so aus, die gelben Pinguine sind Passagiere.



Neben der Tierwelt waren die Ausblicke in die Buchten einfach nur traumhaft:



Ab und an gab es etwas Neuschnee, der den blauen Gletschern eine weiße Decke überlegt:


In diesem Panorama sieht man, dass auch Pinguine (links) Aussicht zu schätzen wissen:



Auf diesem Panorama sieht man unser Schiff die „Ocean Adventurer" in der Bucht vor der Forschungsstation (rotes Häuschen) in mitten einer Pinguinkolonie (die roten Flächen):



Am 2. Expeditionstag war es dann soweit: wir betraten die Antarktis.


Pinguine

Eine Pinginkolonie ist, anders als in unserer Vorstellung, keine Puderzucker-weiße Fläche mit vielen Pinguinen, sondern eine eher dreckige Angelegenheit. Die Ausscheidungen der Flugunfähigen heißen Guano und sind rötlich-braun, wie das folgende Foto zeigt. Ebenfalls sieht man einen Steindieb auf der linken Seite des Bildes:



Wir haben drei Pinguinarten gesehen. Allen voran den Eselspinguin, der seinen Namen den Lauten zu verdanken hat, die man speziell in den Kolonien sehr gut vernehmen kann. Er hat einen schwarzen Kopf und einen roten Schnabel.





So schön weiß sind die Watschler nach einer Tour zum Futtersupermarkt, dem Wasser. Zu beobachten, wie die Vögel ins Wasser gehen bzw. aus dem Wasser kommen ist wirklich lustig. In aller Regel gehen sie in Gruppen ins Wasser, um potenzielle Angreifer zu irritieren:



Sobald sich der erste getraut hat zu springen, folge die anderen. An diesem Stein sahen die Bauchplatscher ganz besonders lustig aus:



Hier sieht man einen beherzten Sprung zurück hoch zur Kolonie, der gut gegangen ist:



Bei diesem Sprung hat der Pinguin sich übernommen und hat es nicht auf den Eisberg geschafft. Den Sprung haben wir nicht gesehen, aber diesen Abdruck im Schnee gefunden. Interessant ist hier auch, dass man erahnen kann, wie weit der Eisberg ins Wasser ragt:



Neben den Eselspinguinen haben wir am zweithäufigsten Zügelpinguine gesehen. Ihren Namen haben sie dem markanten schwarzen Streifen unterhalb ihres weißen Kopfes zu verdanken. Auf dem Foto sieht man außerdem den Blue Eyes Shag (Schreibweiße müssen wir noch verifizieren):



Im Wasser springen die Pinguine ein bisschen wie Delfine:



Auf diesem Bild sieht man die Esels- und Zügelpinguine im Vergleich und sieht schön, dass der Zügelpinguin etwas kleiner ist als sein Kollege mit dem roten Schnabel:



Nur zwei mal haben wir Adeliepinguine gesehen. Jeweils auf Eisbergen als Anhalter. Die haben einen ganz schwarzen Kopf und Schnabel und ihr dunkles Auge umgibt ein weißer Kreis. Sie sind nach der Ehefrau eines französischen Entdeckers benannt:



Robben

Am häufigsten haben wir die Weddelrobbe gesehen. Hier ruht sie sich auf einer Eisscholle aus und ist an dem Besuch interessiert, wenn auch nur sehr kurz:



Niedlich mit anzusehen ist, wenn sich diese massigen Tiere am Kopf kratzen:



Ein unglaubliches Erlebnis, welches die Meeresbiologin an Board auch nur drei mal gesehen hat, war als eine Mutter mit Kind an Land kam. Die Rufe waren sehr weit deutlich hörbar:





Dieses Baby lag in mitten vieler ausgewachsener Weddelrobben an Land:



Diese Weddelrobbe erholt sich von einem Angriff einer Leopardenrobbe (lt. Aussage unseres Guides deutlich an den schmalen Bissspuren erkennbar):



Die Leopardenrobbe haben wir zwei mal gesehen. Sie wird auch Schlangenrobbe genannt. An diesem Bild kann man erahnen, warum:



Julias Favorit war aber diese Fellrobbe — ein seltenes Glück sie hier zu sehen. Die Meeresbiologin hatte sieben Arten genannt, die wir potenziell zu dieser Jahreszeit sehen könnten. Diese Art war nicht dabei:



Buckelwale

In Ecuador hatten wir bereits großes Glück Wale nah zu erleben. In den kalten Gewässern der Antarktis waren sie nicht spring-freudig, dafür war die Szenerie atemberaubend:



Auf diesem Bild erkennt man zwei Sachen. Erstens, wie nah wir mit den Zodiacs an die Wale heran konnten und, zweitens, wie unfassbar groß diese majestätischen Meeressäuger sind:



Landschaften

Im Neumayerkanal hatte wir fast vollständige windstille. Dieser Umstand hat dafür gesort, dass man diese Landschaften gespiegelt gesehen hat:





Der Sonne entgegen, sind wir auch an einigen kleineren Eisbergen vorbei gefahren. Hier erkennt man grob die Ausmaße unter Wasser:



In dieser Bucht haben wir die Wale gesehen und hatten unseren Grillabend am Außendreck. Es fehlen einem die Worte das zu beschreiben:



Kap Horn

Auf dem Rückweg haben wir einen kleinen Umweg in den Beagel Kanal genommen und dafür die Erlaubnis der Chilenen erhalten: wir durften auf drei Seemeilen an das Kap Horn heranfahren. Hier der Blick aus unserer Kabine:





Ihr könnt euch die Folge direkt hier, oder über eure Lieblings-Podcast-App anhören.